30 Reaktionen zu “Braucht eine Community Führung?”

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Hey,

es wäre natürlich schön, wenn eine Community sich basis-demokratisch selbst organisieren könnte. Dass das bei unserer Größe aber nicht funktioniert, sehen wir gerade alle.

Wir brauchen Führungspersönlichkeiten, die uns anleiten und uns helfen, uns selbst einen Rahmen abzustecken.

Wir sind (immer noch) eine sehr Entwickler-lastige Community. Entwickler sind komische Typen. Die lassen sich nicht gern was sagen und die machen auch nicht gerne Dinge, die sie nicht gerne machen. 😉 Obwohl wir nun seit Verlust unserer Führung behelfsweise auf die Teamleader zurückgegriffen und dadurch verlernt haben, dass ein guter Führer kein guter Programmierer sein muss, denke ich, dass ein neuer Führer sich nicht aus den Rängen der Entwickler von TYPO3 rekrutieren lässt. Ich persönlich sehe bei niemandem von uns die Führungs-Kompetenzen, die es braucht, um so eine riesen Community leitend zu unterstützen.

Eine externe Führungskraft wird es indes genauso schwer haben, denn die wird von uns Entwicklern nicht einfach so akzeptiert. Es sei denn, wir fassen gemeinschaftlich (oder zumindest mehrheitlich) den Beschluss: „Ja, wir wollen eine neue Führungsrolle etablieren.“ und die Association sucht eine Person, die darauf passt. Mit der müssten wir uns dann halt anfreunden.

~foertel

foertel am 18. November 2012 um 16:31

+1 für den Beitrag.

Ich bin einer dieser langjährigen Nutzer von TYPO3, die sich bisher nie zu Wort gemeldet haben. Essen war meine erste TYPO3 Veranstaltung und die Diskussionen rund um die Community, die Association und die grundlegende Ausrichtung des TYPO3 Projektes empfand ich als sehr interessant.

Eine Person, die hier die Richtung vorgibt würde auf jeden Fall einige Schwachstellen aufzeigen und ausgleichen können. Aber ob dafür die breite Masse Akzeptanz aufbringen wird?

Ich hatte das bereits in den Mailing Listen kurz angerissen: Wieso kein Tool (Beispiel: https://getsatisfaction.com/) einführen, welches es jedem Besucher der typo3.org und evtl. auch des eigenen TYPO3 Backends ermöglicht Feedback zum CMS zu geben. Seien es Fehler, fehlende Features oder einfach nur Kritik. typo3.org hat so etwas, aber es bezieht sich nur auf die Webseite und ist meines Wissens nach, nach einem holprigen Launch Anfang des Jahres eingeführt worden. Gerade die Funktion, das man Votes auf Features verteilen kann würde auch nicht-technische Wünsche/Features ans Tageslicht bringen, die meiner Meinung nach ganz klar bei der Entwicklung von TYPO3 (CMS) vernachlässigt werden.

Alex am 18. November 2012 um 17:32

@Alex,

Man kann bereits für Features und Bugs „voten“.
Allerdings hilft es niemanden, wenn man einfach nur einen Ort schaft um Kritik und sonstigen Schund abzulanden.
Denn irgendjemand muss hinterher aufräumen, bzw. die wichtigen Teile heraussuchen und wiederum in Forge eintragen.

Demnächst wird es zusätzlich zu den Newsgroups und Mailinglisten auch noch ein Forum geben, wobei alle Drei verbunden sein werden, d.h. alle Posts sind in allen Medien sichtbar.

Auch sollte man immer bedenken, dass (minimale) Eingangshürden nichts Schlechtes sein müssen, sondern durchaus eine reinigende Wirkung haben. So hält man die Trolle, Stänkerer und Kinder raus. Denn wenn man dies nicht tut, dann ziehen sich ziemlich schnell die Profis zurück. Schließlich hat niemand Lust ständig mit kleinen Kindern zu argumentieren.

Auch ich kannte kein NNTP, als ich mit TYPO3 begonnen habe. Ein Blick unter typo3.org -> Support, hat aber schnell geholfen. Bloß weil es die Jugend nicht kennt, heißt dies nicht, dass wir es ihnen nicht beibringen dürfen. Woher sollten es die jungen Leute auch kennen. Mailinglisten lernen sie frühstens an der Uni kennen und ich hier sind sie auf dem Rückmarsch, mit all den bekannten Problemen (insbesondere X Lösungen, wobei RSS auch langsam stirbst – wozu).
Worum müssen die Möglichkeiten im am DAU ausgerichtet sein? Als Tech-Channel ist dies einfach Quatsch.

Auch wenn ich heute etwas im Web sucht, dann ist in Foren die Bullshit Quote (== falsche Tipps, vollkommener Blödsinn) mindestens doppelt so hoch wie in Mailinglisten/Newsgroups.

Philipp Gampe am 18. November 2012 um 18:15

@Philipp: Mir geht es nicht um die Features oder Bugs, die im Forge stehen. Das sind alles sehr technische Inhalte, die auf jeden Fall unglaublich wichtig sind, aber für die Außenwirkung von TYPO3 keine Rolle spielen. Wir wissen, dass ohne diese Sachen TYPO3 nicht funktionieren kann, aber es gibt Themen, die kann man nicht im Forge unterbringen.

Es gibt soo unglaublich viele Leute, die in Deutschland und sicher auch weltweit mit TYPO3 arbeiten, aber im Verhältnis (ja, das ist subjektive Empfindung) unglaublich wenige, die sich daran beteiligen. Vor allem Nicht-Programmierer fehlen und könnten das Projekt, gerade weil es bereits auf einer technisch sehr guten Basis ruht, weit nach vorne bringen.

Alex am 18. November 2012 um 19:00

@Alex keine Ahnung wie optimistisch du bist, aber ich erwarte gar nicht, dass sich mehr als 1% der Nutzer aktiv beteiligen (sei es jetzt durch Support oder Code)

Philipp Gampe am 18. November 2012 um 20:19

Guter Beitrag, aber warum hier und warum auf deutsch ? Die Community Language ist englisch und wenn wir über die Zukunft der Community sprechen sollten wir das auch in deren Sprache machen, auch wenn 90% der Community deutsch spricht. Oder geht es hier NUR um die deutsche Community ? Desweiteren würde ich mir solche „wichtigen“ Diskussionen auf einer offiziellen Seite wünschen, es gibt doch den resource Blog der genau für sowas gemacht wurde oder ?

Julian am 18. November 2012 um 23:22

@Julian
Ich bin aber nicht offiziell und ob das Thema „wichtig“ ist, können wir alle ja erst einschätzen, wenn wir einige Reaktionen dazu haben.

Witzigerweise müßte eine solche Entscheidung das (nennen wir es mal) Community Council treffen, welches ich hier ja anspreche.

@Phillip

Du hast auch noch die Entwickler-Scheuklappen auf (was im Übrigen nichts schlimmes ist, sondern mit der Zeit von ganz alleine kommt).

Aktive Contribution ist auch:
– Das System in Pitches vorschlagen
– TYPO3 bekannt machen
– Flames in Social Media gezielt grade ziehen
– Evangelist sein

Hat alles nichts mit Support oder Code zu tun, ist aber mindestens genau so wichtig, wenn nicht sogar wichtiger.

Mathias Schreiber am 19. November 2012 um 10:06

von außen wird TYPO3 meiner Meinung nach in letzter Zeit so wahrgenommen:

hatte immer den Anspruch, das einzige Enterprise-fähige CMS zu sein, somit „fühlten“ sich alle anderen Open Source CMS „schlechter“.

war immer sehr kompliziert und schwierig für Einsteiger, sowohl für Redakteure als auch für Entwickler – dies ist für Redakteure etwas besser geworden, wurde aber imho nicht ausreichend kommuniziert.

die ach-so-guten-Enterprise-CMS-Programmierer schaffen es seit 5 Jahren nicht, ein modernes neues CMS aus der Taufe zu heben, das gibt allerlei Häme (ich arbeite mit vielen Freelancern, die Joomla für kleinere Projekte einsetzen und den Respekt vor TYPO3, den sie früher hatten, gänzlich verloren haben)

richtige Enterprise-Seiten, die des Wortes würdig sind, sind vielleicht 2-5% der Aufträge, für die TYPO3 eingesetzt wird

Fazit: TYPO3 für KMU-Seiten ist schon seit 2 Jahren „aus der Mode“, hier punktet deutlich Joomla und zunehmend Drupal. Es gibt in diesem Bereich mittlerweile KEINE Argumente mehr, mit denen man Kunden ausschliesslich von TYPO3 überzeugen könnte. Joomla / Drupal wird mittlerweile als ebenso professionell und wesentlich moderner wahrgenommen…

Meiner Meinung nach MUSS ein Paukenschlag mit TYPO3 Neos kommen und kommuniziert werden, um auch dem alten TYPO3 Core wieder zu mehr Wahrnehmung zu verhelfen.

fff am 19. November 2012 um 11:20

„richtige Enterprise-Seiten […] sind vielleicht 2-5% der Aufträge, für die TYPO3 eingesetzt wird
Fazit: TYPO3 für KMU-Seiten ist schon seit 2 Jahren \“aus der Mode\”“

Ne Quellenangabe zu Deinen frei erfundenen Zahlen wäre ebenso hilfreich, wie dein Name. Anders kann man Dich leider nicht ernst nehmen. 🙁

~foertel

foertel am 19. November 2012 um 11:23

Google Trends plus CMSCrawler reicht leider mehr als aus, die Aussage zu untermauern.

Ich find das auch doof, aber so sind nunmal die Fakten.

Ob Realnames jetzt als Qualitätsmerkmal gelten, möchte ich gar nicht diskutieren, weil das ein in diesem Moment unwichtiges Detail ist

Mathias Schreiber am 19. November 2012 um 11:26

Wir haben doch schon eine Person, die von den Entwicklern akzeptiert wird, nämlich Ben. Und wie in dem Beitrag geschrieben wurde, braucht Ben mehr Unterstützung, da er es alleine nicht schafft, überall zu sein.
Ich fände es gut, wenn Ben (Community Lead Manager in spe) einfach von mehreren Community Managern (lokal verteilt) zugearbeitet wird. Er hat den Überblick und sollte ihn zukünftig auch weiter haben.
Beim Core Team gibt es auch ein oder zwei Leader, die von den Membern Input bekommen und diese wiederum von der gesamten Community.

Thomas Löffler am 19. November 2012 um 13:23

Ich habe es schon mehrfach an verschiedensten Stellen erwähnt und weder die T3CON, noch die Zeit die inzwischen ins Land gegangen ist, um sich mit dem Rebranding anzufreunden, haben nix an meiner Meinung geändert.
Dem TYPO3 CMS indirekt seinen ursprünglichen Namen wegzunehmen und TYPO3 zur Dachmarke zu erheben, um andere, neue, innovative, nicht fertige, mit heißer Nadel gestrickte Produkte zu etablieren, war einer der größten Fehler, die ich seit meinen TYPO3 Anfängen mitbekommen habe.
TYPO3, FLOW3, NEOS3, FLUID3, …
Hätte meiner Meinung nach auch funktioniert. Anyway.
Ein essentielles Problem sind die hier schon erwähnten „Entwickler Scheuklappen“. TYPO3 ist mehr als ein bewährtes CMS mit Altlasten im Code.
TYPO3 wird als ECMS dargestellt. Erhebt dies nun den Anspruch „besser“ zu sein als Joomla, WordPress und Co. oder ist das Ziel vielleicht doch eher im wirklichen Enterprise-Bereich ankommen zu wollen. Ich schmeiße jetzt mal das Stichwort „CQ5“ aus der kommerziellen Sparte in den Raum. Ich möchte hier keine OpenSource vs. Proprietär, PHP vs. JAVA Diskussion anstoßen, ich frage mich nur einfach ob die Basis für das, als was man sich selbst vermarkten möchte, ausreicht.

Marcel am 19. November 2012 um 13:48

Tatsächlich ist das Big Picture natürlich größer als dieser kleine Artikel.

Letztendlich brauchen wir mehr Schultern, die sich abseits von Code mit dem Projekt befassen.
Das Marketing Team ackert sich blöd, Ben ist Hans Dampf in allen Gassen.

Wenn die T3A sich zeitlich in der Lage sieht, ein Community Council aufzustellen und das Marketing Team weiter unterstützt wird, sehe ich eigentlich ganz rosige Zeiten.

Im Moment ist letztenlich jetzt jeder gefragt, dem das Projekt am Herzen liegt.

Mathias Schreiber am 19. November 2012 um 14:02

„Ne Quellenangabe zu Deinen frei erfundenen Zahlen wäre ebenso hilfreich, wie dein Name. Anders kann man Dich leider nicht ernst nehmen. :-(“

Der Aussage von Matthias Schreiber habe ich nichts mehr hinzuzufügen. Leider bist du, foertel, für mich genau einer jener „Enterprise-coder“, die nach aussen leider arrogant und selbstzufrieden rüberkommen.

Just my 2 cents.

fff am 19. November 2012 um 15:51

„Leider bist du, foertel, für mich …“ ok, damit hätten wir etabliert, dass ich foertel bin. Solange ich nicht weiß, wer du bist, mag ich nicht mit dir reden.

Du brauchst keine Angst zu haben … ich beiß dich ja nicht.

~foertel

foertel am 19. November 2012 um 15:52

@Thomas ich glaube nicht, dass Ben sich als neue Führungsperson etablieren könnte. Ob die Entwickler ihn akzeptieren, kann ich nicht beurteilen, ich denke sie nehmen seine Anwesenheit hin, weil er ihnen nicht reinredet und nicht vorschreibt, was sie zu tun haben. Das würde ganz anders aussehen, wenn er nun versuchen würde, eine Agenda zu etablieren.

Das ist – in meinen Augen – die Krux. Entwickler wollen als Leiter einen ihres gleichen, aber aus ihren Reihen lässt sich so jemand – in meinen Augen – nicht rekrutieren.

~foertel

foertel am 19. November 2012 um 15:55

Ich frage mich wann alle an dem Punkt angekommen sind, wo sie merken, dass die Entwickler nur einen Teil der Community darstellen und nicht nur die Entwickler, sondern auch alle anderen Mitglieder, wie auch immer sie sich engagieren, eine Führung suchen. Damit wären wir dann nämlich wieder beim Community Board und einer hierarchisch aufgebauten Struktur, in der Ben durchaus seinen Platz einnehmen kann und meiner Meinung nach auch sollte, denn er macht einen klasse Job.

Marcel am 19. November 2012 um 16:39

Ich habe 2 Anliegen:
a) bitte kloppt euch hier nicht, ich möchte das Ganze clean halten. (Kleine Biestigkeit am Rande: Foertel ist auch kein voller Realname ;-))

b) Bitte nicht „Führung“ mit „Guidance“ verwechseln. Niemand hat vor, eine Mau… ähh… den Entwicklern vorzuschreiben, was sie zu coden haben.
Aber: Wenn ich in der Lage wäre, 1000 neue T3A Member zu werben, würde ich einen Budget Antrag stellen einen technischen PM für ein Jahr zu holen, sich die ganzen kleinen, nervigen Macken von T3 anzugucken und würde die Offshore für kleine Kohle wegmachen lassen.
Vorteil: Die jetzigen Coder können sich auf Ihr Kern-Business konzentrieren und das, worauf keiner Bock hat, lassen wir woanders entwickeln.

More Members = more power

Mathias Schreiber am 19. November 2012 um 16:43

@foertel: Dann muss es wohl jemand machen, der Ahnung vom Marketing hat und angesehen in der Community ist.

Thomas Löffler am 19. November 2012 um 16:47

Och Matthis :-p

„Kleine Biestigkeit am Rande: Foertel ist auch kein voller Realname“

Aber jeder weiß, wem er auf den nächsten T3DD auf die Nase hauen muss, wenn ich Quatsch erzähle … das reicht. Alternativ die ersten zehn Suchergebnisse in Google … bei „fff“ sieht es da anders aus.

~foertel

foertel am 19. November 2012 um 17:39

@Thomas ich glaub nicht, dass der Marketing können muss, dafür haben wir das Marketing-Team. Es muss jemand sein, der Führungskompetenzen hat und angesehen ist … und da wird die Luft dünn. 😉
~foertel

foertel am 19. November 2012 um 17:48

Führung muss es ja gar nicht mal sein.
Es muss jemand ohne Haken sein, den jeder gut leiden kann – Das trifft auf Ben zu (weil wer könnte ihm böse sein?)

Ein Community Council würde keine fixen Entscheidungen treffen im Sinne von „wir machen das jetzt so“, sondern sollte sinnvollerweise 2-3 Optionen aufzeigen und danach die Community per Vote involvieren (Stichwort Forum, die können sowas ;-))

Wer nicht abgestimmt hat, ist raus und kann damit dann auch nicht dran rummeckern.

Das ist die Art von Guidance, die mir so vor schwebt. Offen, einfach, zielorientiert, transparent.

Und wenn wer sauer ist, weil eine Entscheidung anders ausgefallen ist, als er sie gerne hätte, hakt nicht auf der T3A rum, weil die wäre aus der Schusslinie und kann sich um ihre eigentlichen Aufgaben kümmern… koordinieren.

Mathias Schreiber am 19. November 2012 um 18:40

Gerade noch rechtzeitig diese Diskussion entdeckt ;-). Erstmal danke an Mathias für diesen Beitrag.

Ich denke in den Kommentaren werden zwei Grundlegende Dinge vermischt. Die Frage nach Guidance der Community (danke Mathias für den Begriff ;-)) und die Frage nach der Vermarktung der Produkte.

Die Frage nach Guidance in der Community ist aber leider auch falsch gestellt, denn die Community d.h. User, PMs etc. brauchen etwas ganz anderes als die Developer. Das hat die Vergangenheit gezeigt. TYPO3 ist mittlerweile mehr als nur ein CMS es ist ein Open Source Projekt mit einer riesigen Familie an Mitgliedern, die alle anders angesprochen werden wollen und die alle unterschiedliche Potentiale haben. Meines Erachtens nach sollte es für jede Zielgruppe einen eigene Person geben, die sich in einem Team formieren und so alle Marktbelange zusammen tragen. So schaffen wir eine Instanz in der ENDLICH die Produktentwicklung, damit meine ich nicht das Development sondern das Ganze, einen Kontakt zum echten Markt bekommt. Denn ein Anwender oder Entscheider braucht echte Führung zum Produkt, hier wird jemand gebraucht der Ihn vom Produkt selbst überzeugt. Ein Entwickler braucht seine Freiheit um Features entwickeln zu können an die noch keiner dachte und deshalb braucht es hier eher die angesprochene Guidance.

Was meines Erachtens TYPO3 im Moment schwächt ist, dass wir jeglichen Bezug verloren haben was der Markt also der Anwender und die Unternehmen wirklich brauchen. Und da kommt das Marketing ins Spiel. Unser Marketing-Team (dass ich seit kurzem auch aktiv unterstütze) schafft es im Moment nicht das Produkt auch entsprechend zu vermarkten. Dafür gibt es vielseitige Gründe die zu erläutern wirklich zu weit führen würden. Dazu aber gerne mehr wenn gewünscht.

Mein Fazit: Ja die verschiedenen Parts der TYPO3 Community brauchen Guidance oder auch Führung, für jeden Teil entsprechend angemessen.

Euer t3agent

t3agent am 20. November 2012 um 08:13

Auch etwas spät dran aber dennoch …

Ich war bei der Ursprungsdiskussion nicht dabei, aber beim Durchblättern der Slides kann ich nur zustimmen. Ich finde sie gar nicht mal provokativ sondern meiner Meinung nach drückt sie gut das aus was man als Community Neuling empfinden mag.

Auch deinem Artikel stimmte ich zu. Ich hatte Anfang des Jahres den Versuch unternommen ein „Product Board“ aufzubauen (http://typo3.org/news/article/strategy-and-leadership-in-the-typo3-project/). Ich denke inzwischen dass es damals hauptsächlich wegen des Namens nicht gleich auf Zustimmung gestoßen ist. Nachdem allerdings einige Monate vergangen sind, bekomme ich immer mal wieder Rückmeldungen wie „eigentlich brauchen wir das und sollten es ausprobieren“.

Wie auch immer wir es nennen, ob nun Product Board, Product Team, … ich denke wir brauchen eine Kommunikations-Plattform für die Teams um über Themen zu sprechen die über Technik hinausgehen. Und wir brauchen (und haben) mehrere Persönlichkeiten in der Community, die sich für einen Bereich begeistern und neue wie alte Mitglieder mitreissen können.

Ohne Ben jedenfalls, würde uns eine sehr wichtige Schnittstelle fehlen.

Robert Lemke am 20. November 2012 um 16:02

@Robert: Das Product Board finde ich einen guten Ansatz. Meines Erachtens nach wird es ganz dringend Zeit eine Instanz dieser Art zu schaffen. Große Softwareprojekte besitzen alle ein Produktmanagement als Teil des Marketing, das das bei Open Source Projekten nicht vorgesehen ist, ist klar aber in unserer Größenordnung nun mal ein echtes Manko.

Und ich kann dir nur zustimmen, Ben in seiner Funktion ist absolut top besetzt.

t3agent am 20. November 2012 um 16:06

@Robert
Is da eigentlich was weiterführendes bei raus gekommen?
Wär ja sonst schade drum.

Ansatz find ich super, nur im letzten Stand des Konzepts hab ich dann 8 Techies am Tisch… und n Chairman 🙂

Die Techies MÜSSEN mMn in so ein Team und die Entwickler müssen an einen Tisch.

Die Ergebnisse davon würde ich (vor allem anderen) an das Marketing/Communication Team geben, damit die dann um die neuen Features Welle machen.
Ggf. müßte man schauen, ob man z.B. ein Feature für nen Minor Release zurück stellt – nicht, weil es nicht fertig wäre, sondern weil man genug Ammo braucht, die man dann beim nächsten Release spielen kann.

Arbeitsteilung halt 🙂

Lass auf jeden Fall mal telefonieren oder BBB oder so.
Freut mich, dass man mal wieder auf einem Pfad ist.

Mathias Schreiber am 20. November 2012 um 19:22

hi mattes, ich habe einen budget antrag für das aka „product board“ bei der association gestellt. ich habe es im antrag allerdings „team meeting“ genannt, da die benennung damals für viel wirbel gesorgt hat. den antrag kannst du mit all den anderen anträgen in forge veröffentlicht finden. jetzt müssen die assoc members darüber abstimmen, ob sie das für wichtig halten. wenn sie das tun, hat man die möglichkeit, dass sich jemand den hut aufsetzt und das zum laufen bringt. die idee sollte sein, dass das zu großen teilen im zweiten jahr o.ä. in eigendynamik funktioniert. das hängt natürlich vom genauen konzept ab und diese konzept muss auf jeden fall in kooperation mit möglichst vielen entwickelt werden, sonst fehlt die akzeptanz. eigentlich ist alles in place und vorbereitet, die demokratie wird hier zeigen, ob uns das etwas finanzierung wert ist.

gina am 23. November 2012 um 09:35

Ich frag Robert mal, ob der sich das mit mir ans Bein binden würde.
Geht übrigens auch ohne Budget 😉

Mathias Schreiber am 23. November 2012 um 21:39

Beim BLE Projekt habe ich die Community/das gesamte TYPO3 Projekt zwangsweise einmal aus einer ganz anderen Perspektive betrachten müssen: wir wollten TYPO3 nutzen, hatten aber einige Änderungswünsche, für deren Umsetung Investitionssicherheit / langfristige Beständigkeit eine unabdingbare Voraussetzung war. Die Lösung ist eine Mischung aus Core-Anpassungen, Systemerweiterungen, Dokumentation und Guidelines usw.. Sie betrifft also verschiedene Teile des Projekts / der Community. Nun bin ich schon etwas länger dabei und hatte eine gewisse Vorstellung davon, wie die Umsetzung laufen könnte und wer das stemmen könnte. Ansprechpartner war in erster Linie die Assoc und ich fand es herrlich zu sehen, wie die Umsetzung vom ganzen Projekt getragen und umgesetzt wurde.
Allerdings könnte ich mir auch vorstellen, dass jemand ohne vorherigen Kontakt oder Beteiligung an der Community sich für ein anderes Produkt entschieden hätte und auch das jemand mit weniger Vetrauen in den Community-Spirit im Verlauf des Projektes das ein oder andere mal etwas unruhig geworden wäre.
Was ich damit sagen will (zurück zur Ausgangsfrage Führung?):
Wären Abläufe, Ziele, Strukturen, Hierarchien usw. transparenter, wäre es offensichtlicher, wie eine von der Community getragene Führung in allen Bereichen funktioniert, wäre möglichen Investoren (aber auch anderen Interessenten) klarer, wie der Hase läuft, dann gäbe es wohl auch mehr solche Projekte. Es mag wie Christian Händel sagt, hier eine Vermischung von Marketing und Guidance geben aber natürlich spielt das auch zusammen. Wenn ich vom Marketing angezogen wurde, werfe ich auch einen Blick hinter die Kulissen und wenn das, was ich dort vorfinde, nicht überzeugt, dann nützt auch das beste Marketing nichts. Oder anders gesagt: eine überzeugende, transparente Struktur, die mir zeigt wo und wie ich mich einbringen kann, welche Möglichkeiten es gibt usw. ist auch super Marketing.

Sacha Vorbeck am 06. Dezember 2012 um 09:25
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