35 Reaktionen zu “TYPO3 erhält deutsche Steuergelder zur Verbesserung der Zugänglichkeit und Nutzbarkeit”

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Glückwunsch dass das geklappt hat. Besonders die Arbeiten an FAL ohne DAM zu vernachlässigen und die lange überfällige Überarbeitung der inxeded_search sind großartige Neuigkeiten!

Felix Nagel am 28. Juli 2011 um 10:07

Verstehe ich das richtig, hier werden Steuergelder für ein obsoletes System verschwendet (typo3 Version 4) – oder wird hier wenigstens gleich in typo3 Version 5 (phoenix) und das flow3 Framework investiert?!

Marco am 28. Juli 2011 um 12:00

TYPO3 v4 ist mitnichten obsolet. TYPO3 v4 wird noch lange Jahre parallel zu TYPO3 v5 (Phoenix) weiter gepflegt werden.

Peter Kraume am 28. Juli 2011 um 12:05

Schon wider so eine unsinnige Laufzeitverlängerung für eine Krückentechnologie – es ist eine Schande. Aber das BLE fällt ja auch ein Union-Ressort: C wie Typo3 …

Marco am 28. Juli 2011 um 12:17

Coole Nachricht!!

Michael Fritz am 28. Juli 2011 um 14:09

@Marco diese änderungen werden jetzt benötigt nicht wenn TYPO 5 rauskommt und alle staatlichen Stellen umgestellt haben (also in 2-3 Jahren).

Johannes am 28. Juli 2011 um 14:13

@Johannes leider hätten derartige Ausgabe-Funktionen schon seit Jahren in Typo3 vorhanden sein müssen – die Gesetzesvorlagen sind ja nu auch nicht erst eine Woche alt …

Aber: weil die Typo3-Macher festgestellt haben, dass sie ein totes Pferd reiten, wurde beschlossen alte Zöpfe abzuschneiden und mit flow3 ein Framework entwickelt, das Basis für ein neues System und einen Neustart dienen kann. Das die Entwicklung nun doch länger dauert als ursprünglich gedacht hat auch verschiedene Gründe – im Großen und Ganzen aber der richtige Weg …

Wie dem auch sei, das aktuelle Typo3 ist für den Betrachter der Seite und für den Redakteur eine Zumutung. Mit viel Energie bekommt man auch heute eine Typo3 Seite den Maßgaben der BITV entsprechend gestaltet und umgesetzt.

Diese Ausgabe von Steuergeldern jedenfalls ist Geldverschwendung. Typo3 (v4) wird noch ein paar Jahre eingesetzt werden – ja – aber: nicht aus Überzeugung sondern aus einem (scheinbaren) Mangel an Alternativen.

Marco am 28. Juli 2011 um 15:47

@Marco: in jedem Projekt gibt es ganz schlaue Mitarbeiter, die eine bessere und einfachere Lösung kennen. Bei näherer Betrachtung fallen diese Lösungen fast immer durch, da nur von einer Seite betrachtet. Ich sehe das aktuelle TYPO3 (LTS!) weder als totes Pferd noch als Zumutung für Betrachter oder Redakteur.
Meine Glückwünsche an das gesamte TYPO3-Team!

Lutz am 28. Juli 2011 um 18:39

Hi Marco,

was wäre denn deine Alternative? Mit welchem CMS würdest du Webseiten aufbauen, die jahrelang von mehreren hundert Redakteuren gepflegt werden muss? Bei Projektgrößen, bei denen ein Administrator auch mal Gehirnschmalz in die Benutzergerechte Konfiguration stecken kann und muss?

Natürlich ist TYPO3 weder einfach, noch im Auslieferungszustand bereit, Redakteure darauf loszulassen.

Und ja, wie bei jedem System, das ein paar Jahre auf dem Buckel hat, möchte man es mal wegwerfen und wieder von Neuem anfangen. Das ist bei jeder Software so – heißt aber nicht, dass das existierende unbrauchbar wäre.

Ich will weder über MODx, Joomla!, CMS made simple oder sonstige OpenSource-Software herziehen (kommerzieller Closed-Source-Mist mal ganz außen vorgelassen) – für kleine Seiten gibt es natürlich Software, die wesentlich passender ist, wenn man kein TYPO3-Profi ist. Wenn man Profi einer anderen Software ist, lassen sich damit auch sicherlich größere Seiten umsetzen. Also jedem sein Tool, das er mag und beherrscht! Erklär aber TYPO3v4 bitte nicht für tot. Kann ich aus eigenem Antrieb bestätigen, dass dem nicht so ist und dem auch nicht so schnell sein wird.

Gruß
Steffen
TYPO3v4 Core Team Member

Steffen Gebert am 28. Juli 2011 um 19:43

Das ist Lobbyismus. Ich finde das mindestens fragwürdig, dass ein umstrittenes System wie TYPO3 mit Steuergeldern (!) aufgepumpt wird, weil sich die Entwickler jahrelang einen Scheiß um eben diese Merkmale gekümmert haben.
Nochmal: Da ist Lobbyismus. Der befriedigt Einzelmeinungen und führt zu einer Benachteiligung anderer. Warum wurde denn nicht ein Topf gegründet, aus dem viele andere CMS-Entwickler schöpfen können? Unhaltbar.

Anyways, es wird TYPO3 auf dem Markt auch nicht weiterhelfen.

datenkind am 29. Juli 2011 um 09:00

für so ein schlechtes system auch noch steuergelder rauswerfen… statt sich nach einem umzusehen, dass sowas bereits kann…
wie z.B. Contao und auch noch aus Deutschland kommt…

peterPan am 29. Juli 2011 um 09:48

@hater Nur weil euer eigenes tolles CMS nicht gefördert wurde heult ihr jetzt rum. Macht mal halblang. Das BLE setzt scheinbar mit Erfolg auf T3, das System jetzt zu fördern dürfte deutlich günstiger sein als alle Projekte auf irgend ein CMS umzustellen das dann an 10 anderen Stellen hapert.

Ich habe auf den T3DD11 eine Demo des FAL gesehen, finde ich eine gute Sache. Wenn das mit Bundesmitteln gefördert wird umso besser. Geben die ihr Geld endlich mal für was vernünftiges aus.

Florian am 29. Juli 2011 um 10:16

Phonenix ist von Grund auf ein totes Pferd.
Siehe: http://typo3.toaster-schwerin.de/typo3_dev/2011_05/msg00068.html
Ich weiss, es steht hier Extbase vs. Flow allerdings ist ersteres so unfassbar vermurkst, dass ich TYPO3v4 alternativlos sehe.

T3v4 ist im Backend eine zumutung, auch aus Entwicklersicht, allerdings funktioniert es, ist debugbar, erweiterbar, und bietet die Möglichkeit sehr viel abzubilden, was andere professionelle CMS Systeme nur in Teilen können.

No Flow am 29. Juli 2011 um 11:41

Florian, hast du auch Argumente oder kannst du nur flamen? Es geht hier nicht um die Debatte, „Meins ist besser als deins, mimimi“. Lobbyismus ist halt nur gut, wenn er einen selber begünstigt, nicht wahr?

datenkind am 29. Juli 2011 um 12:18

Interessant finde ich, das keiner der genannten Vorteile nicht auch auf Contao zutrifft. Nur, dass Contao’s Backend meines Erachtens für den normalen Redakteur auch ohne Nacharbeit nutzbar ist.

Da ich noch keine Extensions für Typo3 geschrieben habe, kann ich kein Urteil darüber abgeben mit was man schneller entwickelt, ich weiss nur, dass es unter Contao sehr schnell geht.

Das Rechtemanagement von Contao ist sehr gut abstufbar, das einzige Problem in die Richtung ist, dass es keine klassischen Workflows gibt, welche sich aber ohne weiteres simulieren lassen.

Dominik Zogg am 29. Juli 2011 um 12:53

@Datenkind Lobbyismus würde ich das jetzt nicht bezeichnen. Die Änderungen würden so oder so mit Steuergeldern für die betreffenden TYPO3 Systeme umgesetzt werden. Der einzige Unterschied ist nun blos noch, dass es durch die Förderung auch der Community zur verfügung gestellt wird und in den Core wandert. Davon leben solche Projekte im übrigen. Zudem geht es dabei darum, dass es Behinderten im ganzen Netz einfacher gemacht werden soll und jetzt dürft ihr mal raten auf welchem System die meisten Websites der Regierung, Landkreise, Ämter usw. basieren…. ^^ logisch das die das dann in dieses System stecken, dass sie selber auch nutzen. Damit werden keine Steuergelder verschwendet sondern eigendlich gespart, weil die ganzen anderen Institutionen dann auch freien Zugriff auf die neuen Features haben und nicht selber nochmal eine Agentur bemühen müssen um diese Features nochmal zu entwickeln und ihre Seiten dahingehend zu verbessern. Einfach mal über den Tellererand hinausschauen und weiter denken 😉

Teilweise echt Haare streubend was hier für Kommentare abgegeben wurde. Und immer wieder wie auf diversen Blogs die selben, von Unwissenheit zeugenden Behauptungen, TYPO3 sei unflexiebel, nicht benutzerfreundlich, eine Zumutung oder Veraltet… Offensichtlich von Menschen, die vermutlich nicht wirklich in die Materie eingestiegen sind. Bei unseren Kunden sind die meisten sehr angetan von der usability und den Möglichkeiten die sie als Redakteure haben. Alles eine Frage der Konfiguration kann ich da nur sagen, das erfordert allerdings auch etwas Wissen und die Bereitschaft sich mal wirklich damit zu beschäftigen und nicht eine Woche mal zum testen ein wenig rum zu klicken und dann bockig zu behaupten „das geht ja alles garnicht….“ Wer kann, der hat ein vernünftiges und benutzerfreundliches System… und wer nicht ganz auf den Kopf gefallen ist bekommt das auch bei kleineren Projekten in angemessener Zeit zustande ohne sich aufwandstechnisch vor contao oder ähnlichem verstecken zu müssen.

Björn B. am 29. Juli 2011 um 21:49

Hi Steffen und FF – es ist genau diese Einstellung, die Grundweg falsch ist: „dann nenn doch ein System, dass das alles machen kann” ist der falsche Ansatz.

Typo3 ist eben nicht perse für jedes Projekt das Richtige – für die meisten Projekte ist es sogar hinderlich. Ich entscheide mich im Beratungsgespräch mit den Kunden für diese oder jene Richtung und berate den Kunden im seinem Sinne (aber nicht ihm nach dem Munde redend). Es gibt Projekte, wo sogar Typo3 im Gespräch ist. Aber Typo3 ist nicht das Allheilmittel – vor allem nicht, wen man die falsche Vorstellung davon hat.

Wenn ich sehe, wie viele hundert-tausend Euro für Kultur-Projekte in Berlin in den letzten Jahren rausgeworfen wurden, nur weil irgend welche Vorstandsidioten dem Märchen von „Mit Typo3 können wir richtig Geld sparen” nachhängen.

Ich verstehe, dass es (gerade hier) etliche Typo3-Entwickler (ob nun Entwickler von Typo3 selbst oder Web-Developer die ihren Kunden Seiten auf Grundlage von Typo3 anbieten) diesem unsinnigen Geldverschwenden zujubeln. Im übrigen sind genau solche Aktionen der beste Beweis dafür, dass Typo3 eine, sogar staatlich anerkannte, Fehlleistung darstellt und eben nicht Kostenlos ist …

Ich habe dieses Anbeten eines sterbenden Systems schon einmal miterlebt. Das Produkt hieß „Director” und wurde irgendwann von Adobe abgesägt. Ein ganzer Industriezweig der CD-Demo-Reel Ersteller hat einen Aufschrei getan, weil Director doch noch lange nicht tot sei – weil es doch super und echt weit verbreitet ist und es eben keine alternative dazu gibt -> die gleichen Argumente die ich jetzt von Typo3-Entwicklern lesen und hören muss.

Nicht den monolithischen Systemen gehört die Zukunft, sondern konsistenten Frameworks aus denen das für den Kunden und den Einsatzzweck ideale Werkzeug geformt werden kann. Mit flow3 gibt es diese Vision (die sich an anderen populären Frameworks wie u.a. Rails orientiert). btw: als Bug-Tracker und Ticket-System, um die Arbeit an flow3 und typo3 v5 zu koordinieren kommt eine rails-software zu Einsatz.

Das nun wie gesagt Steuergelder für ein veraltetes System (das genau wie Cobol und OS2 bei Banken noch am Leben gehalten wird) in den Wind geblasen werden ist die eigentliche Schande. Das die C-Parteien keine Ahnung von Technik, Internet, Infrastruktur oder gar Gesellschaft haben ist die eine Sache, dass sie aber die Steuergelder aller Bundesbürger derart vergeuden ist das eigentliche Problem. Das ist im Übrigen genauso hirnrissig wie die Aktion von Linux zurück auf Windows zu wechseln – weil die Anwender (Beamte) sich mit dem neuen System zu schwer getan haben. Änderungswiderstand. Idioten. Würden die „Tabellenkalkulation” unterrichten, und den Anwendern klar machen, WAS sie dort tun, wäre das Programm egal. Aber es wird „Excel” geschult und die Affen lernen WIE sie was tun müssen, damit das Ergebnis so oder so aussieht.

Ich schweife ab. Zurück zum Kern: Das der Staat Typo3 fördert ist unverantwortlich. Das wäre es auch, würde der Staat Joomla! oder sonst was fördern. Die Steuergelder wären in Schulbücher, neue Tafeln – ach was, überhaupt mal neue Kreide – besser investiert. Die Absichtserklärung, einem veralteten und obsoleten System ein der BITV konformes Äußeres zu verschaffen ist doch die gleiche Heuchelei wie die Maßgabe neuer Feuerlöscher und Außen-Videoüberwachung für die damals zu verlängernden AKW. Zugegeben. Typo3 ist nicht so gefährlich wie ein AKW – und was kann irgend ein Cracker schon mit den Datensätzen anfangen, die er auf einer Behördenseite mit veralteter und (das ist noch schlimmer) schlecht gewarteter Server-Software …

Marco am 29. Juli 2011 um 21:51

Heute ist Sysadminday – ich wünsche euch allen eine ruhige Nacht. Die meisten erfolgreichen Server-Einbrüche finden statistisch gesehen in der Nacht zum Samstag statt …

Marco am 29. Juli 2011 um 21:57

Wie ich bereits schrieb: Damit werden keine Steuergelder vergeutet, sondern eher gespart, da fast alle unsere staatlichen Institutionen ihre Internetpräsenzen auf TYPO3 aufgebaut haben. Die Entwicklungskosten wären noch höher wenn jede Institution nun eine Agentur beauftragt die gewünschen Features für ihre Seite zu entwickeln. So haben die auf geschickte weise einmalige Kosten und alle anderen Institutionen sparen sich die Entwicklungskosten und machen einfach ein Update und ein paar Anpassungen der Konfiguration. Ich sehe da jedenfalls weder Steuergeldverschwendung noch Lobbyismus oder der gleichen… ich finde das ist ein sehr durchdachter Schritt. Und dadurch, dass es an die Community weiter gegeben wird, haben auch die vielen Anderen Benutzer offizieller Namenhafter Internetseiten (ja die nutzen auch öffter das „veraltete“ TYPO3 als man vermuten mag 😉 ) die Möglichkeit schnell und günstig die Barrierefreiheit zu erhöhen. Somit wird dadurch weitaus mehr mit diesem Geld erreicht als nur den TYPO3 Projekt geld zu zuschanzen, wie es in deinen Augen wohl der Fall ist.

Björn B. am 29. Juli 2011 um 22:32

@all: Ich bitte bei der Diskussion sachlich zu bleiben und Respekt vor Dritten zu haben (Politker etc.). Ansonsten werde ich die Kommentar Funktion schließen müssen.

Tim Lochmüller am 30. Juli 2011 um 10:19

Björn: Du unterliegst dem gleichen Trugschluss, wie viele andere, die der Meinung sind, den Behörden-IT-Betrieb beurteilen zu können, ohne ihn jemals erlebt zu haben.

Die Stadt Weimar betreibt ein TYPO3 4.3. Die Weimarer Klassik Stiftung betreibt TYPO3 4.4.

4.3 ist deprecated, 4.4 geht auch dem Ende zu. Wann gedenkst du, wo jetzt 4.5 mit LTS rumvegetiert, sollen diese Abteilungen updaten? Eher friert die Hölle zu. Ich habe mit einer der beiden ITs zu tun gehabt. Da wird nichts passieren, weil jetzt irgendwo ganz viel Accessibility kommt. Das juckt die nicht, denn es bedeutet Arbeit. Backups machen. Daten kopieren. Testen. Zu viel für die. Maschine am Laufen halten, das ist deren Motto. Frei übersetzt: Fass es bloß nicht an.

Achso, in diesen Abteilungen läuft noch Windows XP. Soviel zum „Wir haben immer die aktuellste Version“.

Ha ha.

datenkind am 31. Juli 2011 um 10:45

Hi datenkind – mein Reden. Ein Beispil: der Berliner Senat hat mehrere hundert-tausend-euro für das Museumsportal ausgegeben. Das ist erstellt worden in Typo3 in der Version 4.0 und während ich mit der Betreuung der Seite habe ich ein Update auf 4.2. vorgenommen. Seit ich das Portal nicht mehr betreue ist nichts mehr passiert. Es gibt auch keine Bestrebungen da eine neuere Version zum implementieren. Das Geld ist einer Typo3-Agentur hinterhergeworfen worden, deren Code-Qulität mir die Haare hat zu Berge stehen lassen.

{Typo3 beherrscht eine sehr gute Trennung in verschiedene Workspaces (Draft, Online, …) und eine sehr fein granulierte Benutzersteuerung. Wenn eine Typo3-Agentur (die sich damit brüstet ein Typo3 4.0 Buch bei Gallileo geschrieben zu haben) allerdings weder Workspaces vorbereitet, und alle User als „Admin” einträgt und alle Inhalte entsprechend Admin gehören ist das eine höchst zweifelhafte Vorgehensweise und bringt einen Berufsstand in Verruf …}

Um auf den Punkt zurück zu kommen: Das Geld, das der Senat zur Verfügung gestellt hat ist aufgebraucht – es wird nichts mehr passieren. 4.5 LTS hin oder her. Und selbst wenn Typo3 nicht nur Barrierefrei wird (dazu gehört nach meiner Auslegung aber auch das Backend) sondern auch noch unschlagbare features wie Sicherheit und Stabilität bekommt: was da ist, ist da und wird nicht renoviert …

Marco am 31. Juli 2011 um 11:06

@Datenkind Wofür Argumente? Hier findet keine Debatte statt, sondern bestenfalls ein durcheinanderwerfen teils hahnebüchener Argumente. Das meiste beschränkt sich allerdings auf „TYPO3 ist schlecht, somit rausgeworfenes Geld“. Es folgen weitere Highlights wie „Der Staat verschwendet auch woanders Geld, deswegen ist bei TYPO3 das Geld auch verschwendet“ und „Mein CMS ist besser deswegen sollte das gefördert werden“ bin hin Du Dingen die mich als BWLer zum schmunzeln bringen wie „Warum bilden wir nicht einen Topf und jeder Entwickler kann sich daraus bedienen“. Warum soll ich mir die Mühe machen gegen sowas zu Argumentieren?

Florian am 01. August 2011 um 12:24

Naja, zu einem BWLer, der meint jetzt Websites bauen zu müssen sag ich dann auch nix mehr.

Aber so kann man sich halt auch rauswinden, wenn man keine Argumente hat.

datenkind am 01. August 2011 um 15:54

Wie gut das weimar nicht den rest der welt repräsentiert. Bei TYPO3 4.4 sehe ich jetzt nicht wirklich ein problem, auch TYPO3 4.3 geht gerad noch so. Da sollte mann dann sicher langsam über ein update nachdenken. Wie du allerdings darauf kommst das eh keiner ein update machen würde ist mir ein rätzel. Klar wird nicht gleich auf jede 4.x version geupdatet wenn dazu kein grund besteht. Wenn die behörden aber angewiesen werden gewisse möglichkeiten auf ihren seiten um zu setzen, dann werden die ein update einer neuentwicklung der features schon vorziehen….. ist jedenvalls in norddeutschland so ^^

björn b. am 02. August 2011 um 16:13

@björn b es wäre wünschenswert, wenn wenigstens notwendige dinge gemacht werden würde, aber irgend jemand muss die arbeit machen und will dafür bezahlt werden. der berliner senat hat eine große summe geld an eine firma A bezahlt die einer typo3-agentur B davon wiederum eine menge abgegeben hat, damit diese dann das portal auf Typo3-Basis baut. Der Senat hat die Vorgabge gegeben, dass mit der einmaligen Anschubfinanzierung der Bestand der Seite über 6 Jahre hinweg gewährleistet sein muss. Meine Firma C hat dann, nachdem sich A von B aus Gründen getrennt hat, den Support und die Nacharbeiten erledigt und das Portal gewartet. Zudem hatten wir einen kostenlosen Relaunch angeboten, der über Werbung refinanziert werden sollte. Senat und A haben sich gegen einen relaunch ausgesprochen (das wäre nach 2 Jahren verfrüht). Das Update auf 4.3 sorgte dafür, dass die von B entwickelte VSS-Extension nicht mehr lief und also gab es die Entscheidung von A, dass das Portal auf 4.2 bleibt (und auch die anderen Probleme {alle user sind admin etc.} werden nicht angefasst) da für weitere Maßnahmen eben kein Geld da ist – schließlich will weder A eigenes Geld in das Projekt stecken, noch B kostenlos nachbessern noch kann und will der Senat noch mal Geld investieren. Das Ergebnis: es wird die nächsten 4 Jahre kein Update geben.

Marco am 02. August 2011 um 16:26

Ja ok das is dann schon n anderes Ding, aber dennoch wird es nicht überall so gehandhabt… und der Berliner Senat… nun ja… die können sich nichmal selbstständig die schuhe zubinden ohne dabei nach forn über zu kippen hab ich manchmal so den Eindruck ^^ …. Aber selbst wenn es nur 10 Systeme sind, bei denen sich die Behörden nicht zu schade sind ein Update zu machen, wurden bereits Kosten gespart. Und selbst wenn die in Berlin erst in 4 Jahren ein Update wagen wollen, sparen sie sich dennoch die nochmaligen Kosten solche Funktionalitäten um zu setzen. Es kommen regelmässig neue Portale der Regierung auf Basis von TYPO3 hinzu, diese profitieren in Zukunft also auch schon davon. Mag sein das das nicht Überall entsprechend umgesetzt wird, aber das liegt dann eher an der unfähigkeit der Behörden selber. Selbst wenn es nur auf einem Portal der regierung verwendet werden würde…. die Kosten wären ohnehin da…. und nur weil es auch der Community zur Verfügung gestellt werden soll ist es dann Steuerverschwendung???

Björn B. am 02. August 2011 um 17:30

@datenkind Ich weis ja nicht wo und mit wem du so rumwerkelst, interessiert mich auch nicht, aber mit der Zeit und wachsender Erfahrung wirst du dann feststellen, dass ein sehr großer Teil der versierten und angesehenden Webentwickler aus den verschiedensten Berufen kommt. Viele BWLer, Ingenieure und sogar Ärzte tummeln sich in diesem Bereich und können die Erfahrungen aus ihren eigendlichen Berufen auch in die Arbeit bei der Umsetzung von Kundenprojekten nützlich mit einbringen. Viele erfolgreiche Entwicklerteams setzen sich aus Leuten zusammen, die eigendlich aus den unterschiedlichsten Bereichen kommen und ihr Hobby zum Beruf gemacht haben, was neben dem manchmal sehr nützlichen Zusatzwissen der anderen Berufsgruppen noch den angenehmen Nebeneffekt hat, dass diese Leute mit unter sehr gut motieviert sind und sich schon aus Eigenantrieb intensiver mit neuen Dingen auseinander setzen wollen, weil sie es gewohnt sind sich alles selber bei zu bringen. Solche Quereinsteiger bringen jedenfalls noch mehr Flexibilität und Zusatzwissen in die Teams würde ich sagen weil sie manchmal komplett andere Ideen und Ansätze in den Ideenpott bringen, auf die reine Informatiker nich kommen würden. Von daher gewöhn dich schonmal daran noch einige BWLer im Web an zu treffen ^^ ich kam übrigends aus dem Maschinenbau xD

Björn B. am 02. August 2011 um 17:43

Bekommt die 4.7 dann vielleicht sogar LTS?

Roland am 30. September 2011 um 10:13

Nö. Erst wieder Ende 2013/Anfang 2014

Steffen Gebert am 30. September 2011 um 10:19

danke für die info!

Roland am 30. September 2011 um 10:22

Wenn wir unsere TYPO3-Installationen nicht aktuell halten, dann klopft uns ganz schnell das BSI auf die Finger.
TYPO3 4 ist sicher nicht tot. Die Anforderungsprofile werden nicht von praxisfremden Idioten erstellt, uns sind die anderen Systeme wohl bekannt und wir behalten die Entwicklungen auf dem CMS Markt genau im Auge (Testinstallationen von Drupal, Contao etc. laufen hier) . Fakt ist, dass TYPO3 zur Zeit für unsere Anforderungen das wirtschaftlichste System ist. Bei der Beantragung der Fördermittel musste gründlich belegt werden, wie und wieviele (Steuer)gelder durch die Investition eingespart werden. Es ist schon ein Wunder, dass dieses Projekt realisiert werden konnte, ich hab selber schon nicht mehr dran geglaubt und mich teilweise wie Asterix und Obelix im „Haus das Verrückte macht“ gefühlt.
Unsere PHP Entwickler arbeiten übrigens auch mit Frameworks wie Zend und beschäftigen sich auch mit extbase/flow 3. Könnte noch viel mehr schreiben z. B. zum Government Site Builder aber das lass ich lieber, denn ich arbeite ganz gern hier bei der BLE ;-).

Sacha Vorbeck am 10. Oktober 2011 um 21:46

gouvernment suite builder, wer es nicht weiß, es wurde von cormedias cms als zweigentwicklung gemacht, welches einfach zu bedienen sein soll, aber in wirklichkeit kann man, so die meinung der beteiligten, die bedienerfreundlichkeit mit der lupe suchen, weil es teilweise so kompliziert ist, das bei bva auch gerätselt wird. ich hoffe, das typo3 ein bischen schwung in die sache bringt und auch andere cms dort anerkannt werden, und nicht nur der gsb

hugoist am 21. November 2011 um 13:54
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