32 Reaktionen zu “Quo vadis, TYPO3?”

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DOS am 30. November 2013 um 19:18

„Wenn sich mehr Entwickler früher mit FAL auseinandergesetzt hätten, wären viele Kinderkrankheiten vielleicht schon früher aufgefallen und kuriert worden.“

FAL hat noch nichteinmal eine brauchbare Dokumentation. Wie kann man erwarten, dass damit Gearbeitet wird?


Ich würde auch nie mehr ohne Extbase und Fluid arbeiten wollen, aber dafür gleich ein neues CMS schreiben, wo wir schon ein tolles haben, finde ich schade. Ich hätte lieber ein TYPO3 6.2 gehabt, welches nicht Rückwärskompatibel ist. Die ganze Zeit und das Geld das ist Rückwärskompatibilität und in Neos geflossen ist, wäre meiner Meinung nach in einem neuen TYPO3 CMS besser investiert gewesen.

„In letzter Zeit macht sich jedoch immer häufiger Unmut breit“

Der Unmut kommt daher, dass ich mit meiner Meinung nicht alleine dastehe und trotzdem wird Flow/Neos nirgends rechtfertigend verteidigt. Es kommen keine Argumente weshalb wir diese 2 Systeme brauchen. Klar sind die toll. Man hätte die ganzen Features aber auch in einem neuen TYPO3 CMS umsetzen können.

Patrick Crausaz am 01. Dezember 2013 um 04:56

Vorausschickend möchte ich sagen, dass ich den Artikel sehr gut finde und ihn voll unetrschreiben könnte, wenn – ja, wenn ich Deutschland wäre. Allerdings bin ich in Asien.

Was ich nicht verstehe, ist die Tatsache dass komplett negiert wird, dass es in Asien hauptsächlich die Kunden sind, die TYPO3 ablehnen. Ich habe mehr als 5 Jahre mehr oder weniger vergeblich versucht asiatische Agenturen von TYPO3 zu überzeugen. Teilweise ist das auch gelungen. Fast immer jedoch wurde das wieder rückgängig gemacht, weil die Editoren nicht damit arbeiten wollten. Gut, wenn jetzt einer sagt, dass das an mir liegt und ich es eben nicht gut genug kann, sei’s drum. Damit kann ich leben und ich weiss, dass es nicht so ist.

Wir haben Drupal, WordPress, Contenido, concrete5 und viele mehr. Alles sind OpenSource CMS, die mit genauso viel „Herz und Hirn“ entwickelt wurden und werden. Quasu einzufordern, dass man Neuerungen bei TYPO3 „gefälligst“ zu akzeptieren und mitzutragen habe, gehen am Problem vorbei, wenn es die Kunden sind, die das System TYPO3 ablehnen. Ein Grund für die Ablehnung ist die mangelnde Kontinuität. Wie soll man einem Kunden bitteschön begreiflich machen, dass Neos in 5 Jahren nicht schon wieder ein alter Hut ist und dann eben wieder was Neues en Vogue ist, was bitteschön benutzt werden soll, weil es erneut mit viel „Herz und Hirn“ entwickelt wurde?

Dieter Bunkerd am 01. Dezember 2013 um 05:26

Wir gehören zu denen, die Typo3 immer abgelehnt haben, weil es uns zu verquast, aufgeblasen und schwer bedienbar schien. Als wir nach einer Ablösung unserer ebenfalls in die Jahre gekommenen hauseigenen Lösung suchten, hatten wir uns daher zunächst für Contao entschieden.

Über Flow haben wir den Zugang TYPO3 CMS gefunden.

Mit Extbase und Fluid stehen endlich Basistechnologien zur Verfügung, mit denen man gut strukturierte, wartebare und damit auch investitionssichere Erweiterungen schreiben kann.

Nach wie vor nervt, dass das CMS nicht nur Content ausliefert, sondern ständig das Rendering bevormundet und man dies immer mit einigem Aufwand abstellen oder anpassen muss. Mit Fluid ist aber alles insgesamt besser geworden.

Aber eigentlich hoffen wir, recht bald viele Projekte mit NEOS machen zu können. Das ist für mich derzeit aus technologischer Sicht das beste Open Source CMS, zumindestens theoretisch, denn an Praxiserfahrungen mangelt es zur Zeit natürlich noch.

Axel Wüstemann am 01. Dezember 2013 um 12:11

Die Kommentare spiegeln die Problematik wider: Auf der einen Seite Entwickler mit Programmiererbackground, die sich über die klare Trennung von Verantwortlichkeiten bei Extbase/Fluid bzw. Neos freuen und sich dort sofort zu Hause fühlen. Auf der anderen Seite anwendungsorientierte Developer, die mit den bestehenden Möglichkeiten von TYPO3 und TV weiter arbeiten möchten. Beides verständliche Positionen. Klar ist es schön, aus vielen Templatingoptionen wählen zu können; auf der anderen Seite leiden Dokumentation, Fehlerbehebung und nicht zuletzt der Ruf von TYPO3, wenn es mehr Optionen gibt, als unbedingt nötig ist. Wer bestimmte TemplaVoila-Funktionen in Extbase/Fluid vermisst, der könnte ja auch Vorschläge dafür machen, wie sich das zusammenbringen lässt. So profitiert das Produkt von der Erfahrung aller.
Aber: Bei aller Begeisterung für die Extbase/Fluid-Konzepte ist mir bis heute nicht klar, wie die Positionierung ist: Ist das einfach ein Strang mehr? Sollen dafür irgendwann an anderer Stelle etwas gestrichen werden? An der Stelle würde ich mir von Seiten der TYPO3-Entwickler eine Brücke wünschen, sowohl in der Kommunikation als auch in der konkreten Umsetzung.

Rainer Becker am 02. Dezember 2013 um 08:57

Vor Jahren wurden Firmen noch an den Pranger gestellt, wenn sie das Community-System Typo3 für ihre kommerziellen Ziele in ihre Richtung verbiegen wollten. Jetzt gibt es nur mehr eine Chimäre, wo wenige Programmierer mit Geld der T3Association und 2-3 großen Firmen ein System entwickeln, dass sie dann im Nest der Community ablegen.

Typo3 ist kein Community Projekt mehr. Diese Aufspaltung war eine Entwurzelung (Punkt)
Die Grundgedanken der Association wuchsen noch aus der Community heraus, oder die Personen waren noch mehr mit dieser verbunden.
Entwickler und Management sind Personalunionen, oder durch den Geldgeber verbunden und stehen nicht mehr im Kontakt mit dem Endkunden (Redakteure). Das Mantra – Handeln statt reden, Mitmachen statt Nörgeln zieht nicht. Wenige entscheiden über die Mehrheit und wurden nie dafür gewählt.
Mit dem Aufkündigung des Vertrauens der Mehrheit, dem Ende des Zugehörigkeitgefühls für den Einzelnen brennt schon länger das Werkstattlicht bei Typo3. Marketing und PR bringt nur eine Verlängerung des Leidens.

Notwendige Lösung: Abspaltung von Phönix (vulgo Flow3, TYPO3 Neo, Typo3 Flow) als Firmengetriebenes Bezahl-CMS mit eigenständigem Namen mit einer CommunityVersion.
Und die Scherben des Community Systems Typo3 aufsammeln und hier wieder bei den End-Usern – den Redakteuren des CMS und den Agenturen und Kunden im Segments KMU ansetzen.

Andreas am 02. Dezember 2013 um 10:20

Das Problem ist nach meiner Ansicht, dass bei TYPO3 derzeit eine Art „Verdrängungswettbewerb“ stattfindet. Klar haben die Entwickler keine bösen Abischten und sind hundertprozentig davon überzeugt, dass „ihr“ System aus technischer Sicht das Bessere ist. Darauf kommt es aber nur zum Teil an, weil es immer auch jemanden geben muss, der es anwendet. Ein Auto ist für den gemacht, der es fährt, nicht für den Ingenieur, der es plant oder baut.

Meine Kunden beobachten sehr wohl die Entwicklung und stellen fest, dass das was gestern gut war (und auch so dargestellt wurde), heute als schlecht hingestellt wird und ziehen daraus den Schluss, dass dieser Vorgang sich wiederholen wird. Folglich gibt man anderen Systemen den Vorzug, bei denen man meint, mehr Kontinuität erkennen zu können.

„[…] you’ve heard that I’m not very satisfied with the TYPO3 project in general and that’s also reflected in my activity for TemplaVoila […]“ schrieb Tolleiv Mitte dieses Jahres in seinem Blog. Und dieser Satz sagt eigentlich alles.

Dieter Bunkerd am 02. Dezember 2013 um 10:52

Sry, ich finde den Blog Beitrag auch tendenziös. Sehr häppy war ich auch nicht darüber, dass ich an einem Kommentar länger herumgefeilt habe, und du dieses dann nicht freigeschaltet hast. Darin war kein Angriff, sondern nur Gedanken über die Entwicklung von Typo3 und konstruktive Kritik.

Andreas am 02. Dezember 2013 um 14:48

@Andreas: Sorry… ich bin nicht den ganzen Tag am Rechner und gebe eigentlich alle Kommentare frei. So wie nun auch mit deinem von heute Morgen…

Tim Lochmüller am 02. Dezember 2013 um 22:39

@Andreas schreibt:
„Entwickler und Management sind Personalunionen, oder durch den Geldgeber verbunden und stehen nicht mehr im Kontakt mit dem Endkunden (Redakteure).“

Danke für diese deutlichen Worte. Exakt so wird das hier bei uns (Asien) wahrgenommen. Von Kunden und von unseren Entwicklern, die sich vorkommen wie Idioten, wenn man versucht ihnen zu sagen, dass sie zu lernen haben, was andere glauben, ihnen vorsetzen zu müssen. Und das, obwohl es etablierte und gut funktionierende Alternativen gibt. Das klappt aber leider nur bei Firmen, die voll in die „TYPO3-Maschine“ integriert sind und entsprechend daran verdienen.

Dieter Bunkerd am 03. Dezember 2013 um 03:55

@Georg: Du hast Recht, daß viele gestandene, wenn nicht DIE gestandenen TYPO3 Core-Entwickler seit geraumer Zeit nur noch an Neos tüfteln – ohne nennenswerten Fortschritt in punkto Enterprise-Features und ohne sich auf z.b. einen Overlay-Mechanismus für Multilingualitäten zu entwickeln.

Was mir am TYPO3 CMS auffällt: Es wird NIRGENDS mehr richtig in richtung Enterprise gedacht. Weder im Extension Manager, noch in der Erhaltung der Kompatibilität mit Workspaces (siehe FAL) etc. TYPO3 hatte Erfolg, WEIL es eben komplex aber sehr flexibel und trotzdem OpenSource und von einer Association getragen war. Dies konnte und kann heute keine einzelne Firma mehr leisten, es sei denn sie wird z.b. wie CQ5 von Adobe übernommen und mit entspr. Manpower an Entwicklern und Support ausgestattet.

Um mittelgroße bis große Webanwendungen mit komplexeren Businesslogiken effektiv umzusetzen gibt es immer noch nichts besseres und ausgereifteres im OpenSource CMS Markt und selbst ClosedSource Applikationen wie FirstSpirit, openText und CQ5 tun sich sehr schwer, diese Erfahrung und Flexibilität zu toppen. Gerade dies java-basierten CMS sind wahnsinnig aufwändig im Update-Prozess und im Change-Management über den gesamten Produkt-Zyklus, hier ist TYPO3 gegenüber diesen DEUTLICH im Kostenvorteil.

Leider finden sich viele Enterprise-orientierte Leute nicht im durchaus als unausgereift zu sehenden TYPO3 6.x wider.

Ich hoffe, daß die Zeit bis TYPO3 6.2 erfolgreich genutzt wird, um an den Erfolg der TYPO3 4.5 LTS anzuknüpfen…

Oder man geht konsequent den Weg und verlässt die Enterprise-Schiene und legt viel mehr Wert auf Backend-Usability und „Einfachheit“ der Bedienung.

Wir könnten ja alles als Blogs & Posts behandeln – ach ja, da gibts ja schon ein System …wie hiess das noch … zum Glück vergessen…

UnDevelop am 03. Dezember 2013 um 17:54

Problematisch finde ich, dass eigentlich seit extbase (wo immerhin noch später das Buch von Patrick Lobacher als Ebook veröffentlicht wurde) kaum Dokumentation zu neuen Core-Features geschrieben werden, auf die man als Nicht-Core-Entwickler kaum Einblick hat und es erschweren, diese anzunehmen.
Die FAL-Dokumentation z.B. besteht zum großen Teil aus Platzhaltern oder bei der TYPO3-Flow-Dokumentation bestehen über 2 Jahre nach dem ersten Stable-Release große Teile der Kapitel über eigentlich wichtige Aufgaben (Logging and Debugging, File Monitoring, Testing, Deployment and Administration) aus „to be written“.

Christian Eßl am 04. Dezember 2013 um 08:39

Manchmal überkommt einem die Befürchtung, dem Projekt TYPO3 ist Herz und Kopf abhanden gekommen. Wie kann man sich in zentralen Punkten im eigenen Hause mit weltweit gesehen so überschaubaren Marktanteilen konkurrierende Systeme leisten? Angefangen vom CMS versus Neos bis hin zu TV versus Grid? Zentrale Elemente gehören meiner Ansicht nach zentral entwickelt und nicht per Crowd Funding outgesourced. Warum bekommt die TYPO3 Ass. sowas nicht hin, sich auf diese Art und Weise Geld zu beschaffen? Projekte wie z.B. Grid hätten einen ganz anderen Stellenwert, wären sie doch von „ganz oben“ gewollt und geplant….

Dirk Siebel am 04. Dezember 2013 um 09:07

@Andreas

> Vor Jahren wurden Firmen noch an den Pranger gestellt,
> wenn sie das Community-System Typo3 für ihre kommerziellen
> Ziele in ihre Richtung verbiegen wollten. Jetzt gibt es
> nur mehr eine Chimäre, wo wenige Programmierer mit Geld
> der T3Association und 2-3 großen Firmen ein System
> entwickeln, dass sie dann im Nest der Community ablegen.

Die Schlussfolgerung ist leider komplett falsch.

> Typo3 ist kein Community Projekt mehr. Diese Aufspaltung
> war eine Entwurzelung (Punkt)
> Die Grundgedanken der Association wuchsen noch aus
> der Community heraus, oder die Personen waren noch mehr
> mit dieser verbunden.

Witzigerweise ist es Community mehr denn je.
Das Ergebnis resultiert daraus, dass die Entwickler, die hauptsächlich an TYPO3 arbeiten
a) zuwenig Input aus den Märkten bekommen
b) Das Geld der T3A gar nicht annehmen (wichtig hierbei: Budget beantragen und Budget ausgeben sind 2 unterschiedliche Dinge).

Und aus mangelndem nutzbaren (!) Input von außen erwachsen dann halt „Code-Experimente“.
Da hätten wir alle früh was sagen müssen – da nehme ich mich nicht aus.
Nur: Ich tue aktiv was (und nein, ich schreibe keinen Code), aber ich rede normal mit den Entwicklern, versuche zu vermitteln.

> Entwickler und Management sind Personalunionen, oder
> durch den Geldgeber verbunden und stehen nicht mehr im
> Kontakt mit dem Endkunden (Redakteure). Das Mantra – Handeln
> statt reden, Mitmachen statt Nörgeln zieht nicht. Wenige
> entscheiden über die Mehrheit und wurden nie dafür gewählt.

Zum Thema „Verbindung mit Redakteuren“:
Ich habe nun oft genug gesagt, dass ihr mir eure Anforderungen sinnvoll verpackt in die Mailbox legen sollt – mathias@typo3.org ist leer.
Punkt 2:
Wer genau entscheidet da?
Sei so gut und schreib mal Namen auf.
„Die T3A“ ist mir viel zu unscharf.

> Und die Scherben des Community Systems Typo3 aufsammeln
> und hier wieder bei den End-Usern – den Redakteuren des CMS
> und den Agenturen und Kunden im Segments KMU ansetzen.

KMU? Geht’s noch? 🙂
Ziel von TYPO3 war schon immer „World Domination“.
Warum sollte man sich den großen Kunden verschließen, solange man die kleinen und mittleren weiter bedient?
Das haben wir ja fast 10 Jahre lang hervorragend hingekriegt.
Darum läuft ja auch die Site vom Metzger von neben an auf der gleichen TYPO3 Version wie ein Konzern aus der Eifel.

Was wir ALLE hinkriegen müssen ist, mehr zu sprechen, Anforderungen zu formulieren und damit zu den Entwicklern zu gehen.

Den Zustand, den du oben beschreibst (Firma sagt, was passiert), DEN müssen wir herstellen.
Nur mit dem Unterschied, dass viele Firmen gemeinsam EIN Ziel verfolgen.
Und dafür Manpower, Bargeld oder Ideen zur Verfügung stellen.
Das kann jede Agentur, jeder Redakteur, jeder Fan.

Mathias Schreiber am 04. Dezember 2013 um 10:21

@Mathias
>> Die Schlussfolgerung ist leider komplett falsch.

Das überzeugt mich jetzt leider nicht restlos. 🙂

Wo bitte hätte man die Möglichkeit gehabt, irgendwelche „Wünsche“ bzgl. Neos zu äussern, oder Input zu geben? Auf einmal war es da, und auf einmal musste es „bejubelt“ werden. Da drängt sich der Vergleich mit dem Nest und dem Ei durchaus auf.

Dieter Bunkerd am 04. Dezember 2013 um 14:48

@Dieter: genauer lesen bitte.

Zitat von Andreas:
„Jetzt gibt es nur mehr eine Chimäre“

Wir reden also von „JETZT“.

Mathias Schreiber am 04. Dezember 2013 um 15:19

sind wir doch mal ehrlich. typo3 ist momentan in einem zustand, wo niemand vernünftiges den einstieg wagen würde. typo3 cms ist tendenziell veraltet und die zukunft nach 6.2 ist ungewiss. die cms aktiv benutzen, kennen noch die goldenen zeiten von 4.2 usw. und hoffen das es wieder so wird und halten cms die stange. dann haben wir die leute, denen typo3cms schon immer zu kompliziert/altbacken war und die vielleicht in neos einstiegen würden, aber durch das ganze hin und her nicht wirklich einen anreiz haben einzusteigen.

Farc Mell am 04. Dezember 2013 um 16:38

@Mathias
>> Wir reden also von “JETZT”.

Das ist mir schon klar. Aber um das JETZT zu verstehen und dann das MORGEN mitgestalten zu können, muss man sich zwangsläufig mit der Vergangenheit befassen.

Insofern sind die Wünsche, die „goldenen TYPO3 Zeiten“ mögen zurückkehren, schon verständlich. Eines ist doch klar: Wer in der jetztigen Situation behauptet, TYPO3 NEOS habe noch irgend etwas mit TYPO3 zu tun (ausser dem Namen), der irrt sich gewaltig. NEOS ist das Produkt einer Firma, welche den Namen als Vehikel zur Vermarktung benutzt.

Auch dass die „Neuerungen“ bei TYPO3 CMS zu grossen Teilen nur aus Backports der NEOS Entwicklung bestehen, ist alles andere als ein Grund zum Feiern.

Dieter Bunkerd am 05. Dezember 2013 um 06:34

Es kostet viel Kraft, mich ständig zu wiederholen.

Aber hier gerne noch einmal.

Die Probleme der Vergangenheit sind bekannt und werden angegangen – unter anderem von mir.

Der Ansarz „Scratch your own itch“ ist meiner Meinung nach komplett falsch, wenn es um Code geht.
Aber jedem, dem etwas an dem Projekt liegt, ist in der Lage, seinen Email Client aufzumachen und einen vernünftig formulierten Feature Request zu formulieren.

Wer Wünsche hat, soll mir diese bitte per Email mitteilen, damit ich das Ganze aufbereiten und sinnvoll weiter verarbeiten kann.
Meine Mailbox ist im Übrigen immer noch leer.

Und dann noch eine Frage:
Wie genau heißt die Firma, die Neos unter der Marke TYPO3 vermarktet?

Es ist wichtig – gerade im Internet, wo man ja nichts löschen kann – mit Behauptungen vorsichtig umzugehen.
Daher würde ich dich bitten, mir den Namen mitzuteilen – meinetwegen auch gerne per Email, wenn dir das hier zu öffentlich ist.

Aber einfach Behauptungen aufzustellen bringt niemanden weiter und vergiftet die Gesprächsgrundlage.

Dass TYPO3 aktuell nicht mehr so einsteigerfreundlich ist, unterschreibe ich im Übrigen.
Und auch das ist Teil dessen, was ich alles angehen will.

Aber dazu braucht es Vertrauen und offen gestanden… ich auch mal eine Ruhepause.

Die Posts hier wiederholen sich sehr oft – ihr seid aufgeregt, wütend, enttäuscht – aber all das zeigt mir trotzdem, dass euch TYPO3 an sich nicht egal ist.

Dann helft mir doch bitte, das Ganze sachlich, sauber und vernünftig aufzubauen.

Schaut… würdet ihr ein CMS aktiv entwickeln und von außen würde es nur heißen „Boah, de machen nur Scheisse“…. hättet ihr da noch großartig Lust, etwas zu tun?

Ein einfaches „Hey, ich hab da eine Idee und so und so stell ich mir die vor“ bringt da viel mehr.
Niemand kann garantieren, dass das Feature eingebaut wird, aber ICH garantiere, dass es bis an das Core Team heran geführt wird und dort auch ernsthaft diskutiert wird.

Mathias Schreiber am 05. Dezember 2013 um 08:26

>> Dann helft mir doch bitte, das Ganze sachlich,
>> sauber und vernünftig aufzubauen.

Dann sag‘ mir bitte, WIE??
Du hast es da relativ einfach. Du wirst die Telefonnummern und die Email-Adressen der meisten massgeblichen Leute haben. Mehr noch, wenn Du die anschreibst oder anrufst, dann nehmen sie ernst, was Du sagst.
Ich hatte einmal mit Ben einen Skype-Kontakt, eineinhalb Stunden etwa. Ich kam mir dabei vor wie auf der Couch eines Psychiaters. Sprich‘ Dich ruhig aus, sag‘ mir alles, was Dir am Herzen liegt. Das tat ich … dann wurde das alles durch den „Relativierungs- und Bejubelungs-Fleischwolf“ gedreht, so dass am Ende nur mehr Gehacktes (im wahrsten Sinne des Wortes) übrig blieb. Am Ende dann noch die Frage, ob es mir (aufgrund des Gespräches) nun „besser“ ginge, sowie die Feststellung, dass meine Bedenken durchaus ernst genommen werden würden. Kurzum, ein Telefonat im Rahmen von „Bürger für Deutschland“ mit der Bundes-Mutti wäre auch nicht anders verlaufen…

>> Schaut… würdet ihr ein CMS aktiv entwickeln

Ich kenne das Gefühl durchaus. Schliesslich habe ich mehr als fünf Jahre lang versucht, TYPO3 hier im asiatischen Raum bekannter zu machen. Mit dem Ergebnis, dass ich mir jetzt von eben diesen Leuten anhören muss „gut, dass wir nicht auf Sie gehört haben, oder?“.
Vielleicht wäre ja eine Verlautbarung von offizieller Seite geeignet, das mehr als dringend notwendige Motivieren des 6er Core-Teams voran zu treiben? Da liest man aber leider nur Artikel mit Statements, die von einem deutschen Politiker sein könnten.

>> Wie genau heißt die Firma, die Neos unter der Marke TYPO3 vermarktet?

Das muss ich DIR doch nun wirklich nicht sagen, oder?

Dieter Bunkerd am 05. Dezember 2013 um 08:55

Die Reaktion von Mathias ist für mich 100%ig nachvollziehbar. Nicht nur Entwickler kennen das: Es finden sich einfach immer Leute, die sich bei auftretenden Schwierigkeiten standhaft weigern, mit einem konstruktiven Vorschlag zu einer Lösung beizutragen. Statt dessen wird gejammert und geschimpft, wie mies das alles ist (immer schön generalisieren!), ohne sich darüber klar zu werden, wie viel Energie sie damit anderen entziehen. Kaputtreden ist viel einfacher als besser machen aber auch viel weniger sinnreich. Wie sagte Urgroßmutter so schön: Love it, change it or leave it.

Rainer Becker am 05. Dezember 2013 um 08:57

@Dieter: Du erwähnst immer wieder, dass Du seit Jahren versuchst, TYPO3 im asiatischen Raum zu verbreiten, dass Deine Kunden mit dem System aber aus verschiedenen Gründen nicht zufrieden sind. Warum versteckst Du Dich hinter Deinen Kunden? Ich jedenfalls würde keinem einzigen Kunden ein System vorschlagen, von dem ich nicht überzeugt bin. Du klingst nicht so, als wärst Du von TYPO3 noch sehr überzeugt. Wenn Du der Meinung bist, dass der Zug abgefahren ist und eh keiner mehr zuhört, dann wäre es sinnvoll, sich einem anderen CMS zuzuwenden, statt anderswo die Stimmung herunterzuziehen.
Ich verstehe auch nicht, was ein Skype-Call mit Ben in dieser Diskussion verloren hat. Und wenn ich in einem Gespräch das Gefühl habe, auf einer Psychiater-Couch zu sitzen, werde ich nicht 90 Minuten lang mitspielen und hinterher herumerzählen, wie mies ich mich gefühlt habe.
Manchmal wirkt eine gezielte Provokation Wunder und bringt festgefahrene Dinge in Bewegung; was ich in Deinen Beiträgen aber sehr vermisse, ist die Stelle, wo Du mal formulierst, was Du noch besser machen könntest.

Rainer Becker am 05. Dezember 2013 um 09:11

Doch Dieter,

„Firma kauft Neos“ Thema via PM ein für alle Mal geklärt.

Aber zum Vergleich: Dann bitte auch mich hassen, weil ich habe ja tt_news gekauft, als ich Rupi bei mir angestellt hab.
Hasstriaden also bitte ab jetzt auch gegen mich.

Zum Thema Ben:
Ben’s Job ist es, sich die Stimmen der Community anzuhören und die Leute ggf. auf den Boden zu holen, wenn man sich zu sehr aufregt.

Nichts anderes tue ich auch.
Der Unterschied zu mir ist, dass ich genau wie du eine Firma am Laufen halten muss und mir deswegen raus nehme, deine Position besser verstehen zu können.
Wichtig hierbei: „besser“ heißt nicht, das Ben sie „schlecht“ verstehen würde.

Apropos Verständnis:
Die TYPO3 Community ist ziemlich groß.
Und Ben ist alleine.
Von ihm zu erwarten, er könne jedes Problem lösen, ist Irrsinn – und das weißt du auch.

Und wie ich schon sagte:
Valides, verarbeitbares Feedback.
„Alles, was ihr macht ist scheisse für Asien“ ist zwar (verhandelbar) valide, der Ton zwar zum Kotzen und vergiftet die Gesprächsgrundlage, aber ok…
Aber verarbeitbar ist dieses Feedback nicht.
Was soll ich mit der Information jetzt machen? Da steckt null Gehalt drin.

Feedback, das von dir bis jetzt kam war:
Ich hab hier Leute, die wollen nichts Neues lernen.
Dieses Feedback ist verarbeitbar und deswegen gibt es den piBase Layer immer noch.
Du siehst: Da wurde auf dich gehört.

Um auf das „WIE“ zurück zu kommen:
Ich dachte, ich hätte es wirklich schon oft genug getan aber:
mathias@typo3.org -> Sinnvoll, valide, verwertbar.

Mathias Schreiber am 05. Dezember 2013 um 09:25

@Rainer
>> Warum versteckst Du Dich hinter Deinen Kunden?

Ich verstecke mich nicht hinter ihnen, sondern ich gebe lediglich wieder, was sie sagen.

>> würde keinem einzigen Kunden ein System vorschlagen, von dem ich nicht überzeugt bin

Damals war ich ja noch überzeugt. Aber schon damals sagten mir (asiatische) Kunden, dass sie TYPO3 nicht wollen, weil sie den Eindruck haben, es handle sich um eine rein deutsche Veranstaltung.

>> dann wäre es sinnvoll, sich einem anderen CMS zuzuwenden,

genau das tue ich ja. Und weil heute in Thailand Feiertag ist, tue ich es sogar genau in diesem Moment wieder.

>> statt anderswo die Stimmung herunterzuziehen.

es wäre mir nicht einmal im Traum eingefallen, in diesen Thread hereinzuplatzen, wenn alle Kommentatoren einhellig der Meinung gewesen wären, es sei alles toll und wunderbar. Es scheint aber nicht so zu sein. Also habe ich auch keine Stimmung „herunter gezogen“ sondern nur in den ohnehin vorherrschenden Tenor eingestimmt.

>> was ein Skype-Call mit Ben in dieser Diskussion verloren hat

das war ja nur ein Beispiel, was passiert wenn man dem von Mathias favorisierten Modell folgt und den massgeblichen Leuten sagt, was man nicht gut findet und was verbessert werden sollte. Es passiert – nichts.

Dieter Bunkerd am 05. Dezember 2013 um 09:28

@Mathias
nur eine Reaktion auf diesen einen Satz, dann höre ich auf, dieses Blog hier „voll zu spammen“, ich habe sowieso schon wieder viel zu viel geschrieben…

>> Ich hab hier Leute, die wollen nichts Neues lernen.

DAS IST EINFACH NICHT WAHR !! Die wollen schon etwas lernen. Die wollen nur NEOS nicht lernen und FLOW auch nicht. Und ywar einzig und allein deshalb, weil sie es beim nächsten Job nicht mehr gebrauchen können, mehr noch, es ihnen sogar schaden kann. Zend? Symfony? Drupal? Concrete5? Kein Problem, das lernen die gerne, weil das auch andere Firmen verwenden. Und wenn die von der Uni kommen, dann ist es doch völlig klar, dass sie nach zwei drei Jahren wieder wechseln werden.

Dieter Bunkerd am 05. Dezember 2013 um 09:35

Die Logik, dass einem Know-how – selbst solches in einer „unerwünschten Technologie“ – beruflich schaden kann, erschliesst sich mir nicht. Hinter Flow stecken schliesslich Konzepte, die auch allgemeine Relevanz haben. Aber möglicherweise funktioniert der asiatische Markt anders, als ich mir das vorstellen würde.

Lorenz am 05. Dezember 2013 um 10:36

@Lorenz
„schaden“ ist sicherlich etwas unglücklich ausgedrückt. Der „Schaden“ besteht darin, dass dann andere Kennntisse eben nicht vorhanden sind. Job-Interviews bestehen i.d.R. aus vorgedruckten Formularen, wo der Bewerber seine Erfahrungen reinschreibt. Diese werden dann von Sekretärinnen vorsortiert (man erhält auf ein Stellenangebot durchaus 200 bis 300 Bewerbungen), bevor sie ein kompetenter Personalchef überhaupt zu sehen bekommt. Steht da „PHP, FLOW, TYPO3“ kann sich fast niemand etwas darunter vorstellen. Steht da „PHP, ZEND, TYPO3, DRUPAL“ sind drei bekannte Systeme darunter. Da jeder weiss, dass die Prozedur halt nun einmal so ist, will er nichts lernen, was ihm erfahrungsgemäß sowieso nichts nützen wird (ich meine, aus SEINER Erfahrung).

Um jetzt wenigstens noch etwas zu schreiben, was mit dem eigentlichen Thema zu tun hat: Man hätte NEOS sicherlich auch unter Zuhilfenahme von ZEND oder Symfony entwickeln können. Man hätte hätte einiges an Zeit gespart und es auch auf eine von Anfang an breitere Basis gestellt.

Dieter Bunkerd am 05. Dezember 2013 um 10:52

Das geht natürlich nicht. Typo braucht eine Extrawurst, damit es seinen Exotenstatus behält.

Thomas D. am 05. Dezember 2013 um 11:06

Man kann ja auch TYPO3 Flow und TYPO3 CMS schreiben. Wer den Unterschied kennt, kennt ihn, wer nicht, sieht immerhin TYPO3.

Zum Thema Flow oder Symfony gibt es hier eine gute und nicht wertende Antwort von Robert Lemke: http://forum.typo3.org/index.php/t/192324/
Beide Projekte haben sich gegenseitig beeinflusst, was sicherlich ein gutes Zeichen ist.

Vom Zend Framework kenne ich nur die Version 1 und die hatte ein deutlich anderes Konzept, als es Flow hat.

Ich persönlich schätze insbesondere den „convention over configuration“-Ansatz sehr, zudem auch die Tatsache, dass das Entwickeln für CMS dank Extbase sehr ähnlich ist wie für Flow. Man ist nach kurzer Einarbeitung sehr schnell darin.

Lorenz am 05. Dezember 2013 um 12:07

Hallo, habe in den letzten Tagen aus Frustration über die Spaltung von TYPO3 und der gefühlten Benachteiligung von CMS gegenüber NEOS ein paar polemische Beitrage unter dem Namen George Ringer geschrieben. Dies war inkorrekt und dumm. Wird nicht wieder vorkommen.

Martin am 11. Dezember 2013 um 19:10

Dank für die Einsicht Martin. Die betroffenen Beiträge ich habe ich gerade deaktiviert. Grüße, Tim

Tim Lochmüller am 11. Dezember 2013 um 19:13

Meinen aufrichtigen Respekt für dieses Posting.
Apology accepted und ab jetzt weiter mit Blick nach vorn. 🙂

Mathias Schreiber am 11. Dezember 2013 um 19:17
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